Kreislaufwirtschaft endet für uns nicht bei Mist und Weide. Wir möchten Gut Tangstedt Schritt für Schritt energieautark machen – mit Solarstrom vom eigenen Dach, Batteriespeichern und einer Infrastruktur, die auch für elektrische Arbeitsgeräte bereit ist. Auf dieser Seite halten wir fest, was wir vorhaben und was wir umgesetzt haben.
Projekt-Tagebuch

12.06.2026
König der Leerrohre 🤓
Wie sagt man so schön: Haben ist besser als Brauchen. Für unseren Netzanschluss greifen wir auf Leerrohre zurück, die wir bei der Sanierung des großen Dressurplatzes glücklicherweise unter dem Platz verlegt haben. Daran knüpfen wir jetzt an und verlegen weitere Leerrohre von der Grundstücksgrenze bis in unseren Hausanschlussraum, damit zum Beispiel ein späterer Anschluss an das Glasfasernetz ohne Erdarbeiten auf unserem Grundstück realisiert werden kann.

11.06.2026
Mehr Platz für mehr Strom: Umbau im Hausanschlussraum
Wer größer denkt, braucht mehr Platz – auch im Keller. Unser Hausanschlussraum bestand bislang aus zwei Bereichen: einem zu kleinen Elektrobereich und einem Heizungsraum, der nach dem für dieses Jahr geplanten Auszug der Gasheizung ohnehin frei wird. Die logische Konsequenz: Wir haben heute damit begonnen, die Trennwand zwischen beiden Bereichen zu entfernen und aus zwei Räumen einen zu machen. Die rechte Wand bleibt als Installationswand erhalten. Die linke ist eine Außenwand – die bleibt natürlich, wo sie ist. Was am Boden liegt, gehörte dazwischen. Am Montag kommt ein Partner von SH-Netz und verlegt neue Zuleitungen mit deutlich erhöhter Anschlusskapazität. Damit schaffen wir die Grundlage für alles, was in den nächsten Jahren an Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur folgt.
Das Vorhaben
Eine erste Photovoltaikanlage ist auf Gut Tangstedt bereits seit einigen Jahren in Betrieb. Sie deckt rund 25 % des Strombedarfs der Reitanlage – Hofküche und Wohnhaus beziehen ihren Strom bislang vollständig aus dem öffentlichen Netz. Das wollen wir ändern.
Unser Ziel ist es, alle Verbraucher auf dem Hof so weit wie möglich mit selbst erzeugtem Solarstrom zu versorgen. Im Sommer sollen Batteriespeicher dafür sorgen, dass wir auch nachts ohne Netzbezug auskommen. Im Winter wollen wir den Fremdbezug auf das mögliche Minimum reduzieren.
Gleichzeitig bereiten wir uns darauf vor, unsere dieselbetriebenen Arbeitsgeräte – Hoflader, Radlader und Traktoren – auf elektrischen Betrieb umzustellen, sobald die Technik dafür praxistauglich ist. Dazu bauen wir die Stromleitungen auf dem Hof so aus, dass sie auch Schnelllader mit ausreichend Leistung versorgen können.
Die nächsten Schritte
2026 beginnen wir mit der technischen Vorbereitung: Der Hausanschlussraum wird für die geplanten Kapazitäten ertüchtigt, und wir nutzen diese Gelegenheit, die bislang zu gering ausgelegte Anschlussleistung anzupassen. Parallel lassen wir die Tragfähigkeit unserer Hallendächer prüfen, um einen belastbaren Ausbauplan für die PV-Flächen zu entwickeln.
Als erstes sichtbares Projekt möchten wir Wallboxen mit 22 kW Ladeleistung bereitstellen – für unsere Einsteller und für Bürgerinnen und Bürger aus Tangstedt. Wer lädt, wenn wir einen Stromüberschuss haben, soll davon profitieren: Lokal erzeugter Strom zu attraktiven Konditionen.
Unsere Partner
Das Projekt wird von Erk Friedrichs begleitet, der durch seine Tätigkeit bei Bioenergie Gettorf langjährige Erfahrung aus dem Bereich regenerativer Energien mitbringt. Bei der Umsetzung setzen wir soweit wie möglich auf lokale Handwerksbetriebe, darunter den Elektromeisterbetrieb Otto aus Tangstedt.
Wir berichten auf dieser Seite immer dann, wenn das Projekt einen größeren Schritt vorankommt.