Reiterhof Gut Tangstedt – die vielseitige Reitanlage im Norden Hamburgs

Direkt vor den nördlichen Toren Hamburgs liegt das wunderschöne Gut Tangstedt inmitten von Wiesen, Wald und Ackerland. Mit 195 Boxen, vier Hallen und jeweils einem Spring- und Dressurplatz bietet es ein breites Sport- und Freizeitangebot für Pferdeliebhaber.

Die arrondierten Flächen bieten über 10 km eigene Reitwege und Galoppbahnen im Gelände und durch Wälder. Die Reitwege des Tangstedter Forsts sind praktisch direkt angebunden und auch das Duvenstedter Brook liegt in Reichweite für einen schönen Ausritt. Die weitläufige und gemütliche Anlage verfügt über drei helle Reithallen, eine Longierhalle, ein Dressurviereck, zwei Springplätze (Sand/Gras) und zwei Longierzirkel im Außenbereich.

Die Pferde auf Gut Tangstedt sind bestens versorgt. Unsere Mitarbeiter kümmern sich täglich um einen reibungslosen Ablauf und Zusatzleistungen sind je nach Wunsch und zu angemessenem Aufpreis buchbar. Dreimal täglich erfolgt die Fütterung mit Hafer und/oder Müsli. Zusätzlich wird morgens und abends Heu bzw. Heulage aus eigenem Anbau gegeben. Die Boxen werden 6 Tage in der Woche gemistet und morgens entweder mit Strohmehl oder auf Wunsch und mit Aufpreis mit Spänen eingestreut. Stroh steht als Futterstroh zusätzlich zur Verfügung.

Auf Gut Tangstedt gibt es im Sommer und im Winter große Gemeinschaftsweiden, auf der Stuten und Wallache gemeinsam stehen und die für alle Pferde zugänglich sind. Das Personal stellt die Pferde morgens raus und holt diese am Nachmittag wieder rein. Zusätzlich stehen in den Sommermonaten Einzelweiden für 1-3 Pferde für maximal 2 Stunden zur Verfügung. Und das Gut verfügt über 25 Sandpaddocks, auf denen sich die Pferde entspannen können, wenn sie nicht auf die Weide gehen.

Auf der Anlage versteht man sich durch alle Sparten der Reiterei. Unsere Reitlehrer geben qualifizierten Reitunterricht in Dressur und im Springen. Außerdem bieten sie fachmännischen Beritt und fürsorgliche Betreuung auf Turnieren an.

Geschichte des Gut Tangstedt

Das Gut Tangstedt ist wie viele große Güter des Landes Schleswig-Holstein aus einem Dorf hervorgegangen und war als sogenanntes Kanzleigut eine wirtschaftliche Einheit aus Landwirtschaft und Handwerk, bei der bis Mitte des 19. Jahrhunderts auch die niedere Gerichtsbarkeit lag.

Der Ort Tangstedt wurde 1309 das erste Mal urkundlich erwähnt und befand sich damals im Besitz der ritterschaftlichen Familie von Hummersbüttel, die als alteingesessene Familie großen Besitz am Rand der Freien Reichs- und Hansestadt Hamburg hatte. 1314 fiel Tangstedt im Zuge einer Landesteilung an die Linie Pinneberg der Schauenburger Grafen, 1475 im Zuge eines Verkaufs an den Herzog von Lauenburg. Nach einem weiteren Verkauf 1649 an den Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorp bildete sich eine Gutswirtschaft aus, die das vorherige grundherrschaftliche System ablöste.

Historisches Foto des Gut Tangstedt

1661 wurde Tangstedt zu einem Lehnsgut. Zu dem selbständigen Gut Tangstedt gehörten Ende des 17. Jahrhunderts die Dörfer Wilstedt, Duvenstedt, Lemsahl, Mellingstedt und Harksheide. In den folgenden Jahrhunderten ging das Kanzleigut Tangstedt durch mehrere Hände, immer wieder begleitet durch intensive Konflikte mit den dem Gut angehörigen Bauer über Hofdienst bzw. Hand- und Spanndienste.
1876 verlor das Gut Kraft eines preußischen Gesetztes seinen Status als Kanzleigut und wurde wie die adeligen Güter zu einem Privatgut. Die ehemals dem Gut angeschlossenen Bauern bekamen eine private Stellung.

Historisches Foto des Gut Tangstedt

Von den alten Gutsgebäuden ist leider nur ein einziger Stall erhalten geblieben. Das um 1650 erbaute, zweigeschossige Herrenhaus mit zwei vorspringenden, fünfeckigen Treppentürmen viel 1947 einem Brand zum Opfer. Ein markantes Torhaus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war ein eingeschossiger Fachwerksbau mit zweigeschossigem Mittelteil und schmaler Durchfahrt und musste wegen Baufälligkeit in den 1980er Jahren abgerissen werden.