Zu Beginn des Jahres habe ich an dieser Stelle geschrieben, dass wir unsere Preise trotz spürbarem Kostendruck stabil halten und eine Anpassung transparent und mit ausreichendem Vorlauf ankündigen würden, sollte sie unumgänglich werden. Dieser Punkt ist nun erreicht.
Vier Jahre stabile Preise
Unsere Boxenpreise sind seit dem 1. Januar 2023 unverändert. In diesem Zeitraum belief sich die allgemeine Teuerung in Deutschland auf rund 15 Prozent. Der neuerliche Preisschub des Jahres 2026 bei Energie und Dünger ist darin noch gar nicht enthalten.
Wir haben diese Entwicklung vier Jahre lang aufgefangen – durch effizientere Abläufe, konsequente Kostendisziplin und den Grundsatz, möglichst viel selbst und ohne externe Partner zu erledigen. An Qualität, Tierwohl und Versorgung haben wir dabei bewusst nicht gespart, und das wird auch so bleiben.
Inzwischen sind wir jedoch an einem Punkt angelangt, an dem wir einen Teil der Kostensteigerungen weitergeben müssen, um den Betrieb dauerhaft tragfähig aufzustellen.
Die neuen Preise
Zum 1. Januar 2027 erhöhen wir die Preise für unsere Boxen einheitlich um 75 Euro. Über alle Boxentypen hinweg entspricht das im Schnitt einer Anpassung um rund 10 Prozent – also deutlich weniger als die Teuerung der vergangenen vier Jahre.
Die Preise für die Kleingruppenhaltung und für die Stellplätze bleiben unverändert. Auch bei allen übrigen Services nehmen wir keine Anpassungen vor.
Eine Wahlmöglichkeit beim Kraftfutter
Parallel dazu haben wir uns intensiv mit der Frage beschäftigt, ob die pauschale Kraftfuttergabe für unsere Pferde überhaupt sinnvoll ist. Der fachliche Konsens ist hier recht eindeutig: Bei leichter Arbeitsbelastung und gutem Heu benötigt ein Pferd in der Regel kein zusätzliches Kraftfutter – und zu viel davon kann der Gesundheit sogar schaden, etwa durch zu hohes Gewicht, Stoffwechselbelastungen oder ein erhöhtes Hufrehe-Risiko. Auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung weist darauf hin, dass Raufutter die Basis jeder Ration bildet und ein Pferd bei leichter Arbeit und hochwertigem Heu ohne Kraftfutter auskommen kann.
Daraus ergibt sich für unsere Einsteller eine echte Wahlmöglichkeit: Wer bei Pferden mit leichter Trainingsbelastung künftig auf Kraftfutter verzichtet oder bei höherer Belastung eigenes Kraftfutter gibt, zahlt ab dem 1. Januar 2027 lediglich 25 Euro mehr für seine Box.
Die Entscheidung liegt damit dort, wo die Kenntnis über das einzelne Pferd am größten ist: beim Besitzer selbst, gegebenenfalls in Abstimmung mit dem eigenen Tierarzt.
Tierärztliche Information im Oktober
Damit diese Entscheidung auf einer guten fachlichen Grundlage getroffen werden kann, werden wir im Oktober eine tierärztliche Information zum Thema Kraftfutter herausgeben.
Wer Fragen hat, ist außerdem herzlich eingeladen: Am 17. Oktober um 16:00 Uhr treffen wir uns dazu in der Hofküche. Dort besteht Gelegenheit, alle offenen Punkte rund um das Thema Kraftfutter persönlich mit der Tierärztin zu klären.
Zum Schluss
Eine Preiserhöhung fällt uns nicht leicht – gerade weil wir vier Jahre lang alles daran gesetzt haben, sie zu vermeiden. Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist sie jedoch leider unvermeidlich, wenn wir die Anlage und ihre Qualität langfristig sichern wollen. Wir bitten dafür um Verständnis.

