Kreislaufwirtschaft heißt für uns auch: Material, das auf dem Hof anfällt, auch auf dem Hof nutzen. Aus dem Rückschnitt unserer Knicks und Weideränder gewinnen wir bestens geeignetes Heizmaterial – bislang haben wir es abgegeben und über weite Strecken abfahren lassen. Künftig wollen wir es nachhaltig vor Ort selbst verheizen. Auf dieser Seite berichten wir über den Bau unserer eigenen Hackschnitzelheizung.
Projekt-Tagebuch

21.07.2026
Vorbereitung Bauplatz
Wir möchten bei allen Bauarbeiten auf dem Hof möglichst viel in Eigenarbeit erledigen. Dieser Tage haben wir mit den Vorbereitungen des Bauplatzes unseres Heizhauses begonnen. Zwei Container wurden versetzt, einer zwischengeparkt, um später entsorgt zu werden. Und wir nutzen die Gelegenheit, den über die Jahre angesammelten Müll zu entsorgen. Wenn die Platz eingeebnet ist, warten wir auf die Vorgaben des Statikers, um mit unserem Architekt und dem Bauunternehmer, mit dem wir schon langjährig zusammen arbeiten, die genaue Bauausführung abzustimmen.

30.06.2026
Baugenehmigung erteilt
Für unsere Hackschnitzelheizung haben wir einen grob 50 qm großen Anbau an unsere Werkstatt mit einem Heizungsraum für zwei Heizkessel, zwei vorgelagerten Bunkern für Hackschnitzel und einem Technikraum für eine Elektro-Unterverteilung beantragt und heute auch genehmigt bekommen. Das eingeschossige Gebäude erhält eine Ziegelfassade mit Holz- oder Blechelementen und ein Satteldach.
Unsere Ausgangslage
Auf dem Hof sind derzeit mehrere in die Jahre gekommene und wenig geeignete Heizungen im Einsatz: eine Gasheizung in der Hofküche, Ölheizungen im Wohnhaus und Elektroradiatoren im Büro und im Mitarbeiterbereich.
Gleichzeitig fällt durch den Rückschnitt unserer Knicks und Weideränder regelmäßig bestens geeignetes Heizmaterial an, das wir in der Vergangenheit abgefahren haben. Der naheliegende Gedanke: Dieses Material in einer modernen Hackschnitzelheizung selbst verbrauchen, statt es für kleines Geld abzugeben.
Der grobe Projekt-Plan
Im ersten Bauabschnitt realisieren wir eine Hackschnitzelheizung für den eigenen Betrieb. Noch 2026 sollen die Hofküche, das Wohnhaus und das Büro angebunden werden. Dafür bauen wir ein kleines Nahwärmenetz zwischen den Gebäudeteilen. Diese Gelegenheit nutzen wir, um auch unsere interne Verkabelung vorzubereiten – auf den Ausbau unserer PV-Anlagen und eine HPC-Ladestation für elektrische Radlader und Traktoren, sobald diese verfügbar sind. Dazu realisieren wir dezentrale Unterverteilungen in den einzelnen Gebäuden.
2027 folgt der zweite Bauabschnitt: der neue Bereich für Mitarbeiter und Reitlehrer, den wir an der Stelle des alten Bürocontainers vor Halle 2 links realisieren wollen. Parallel prüfen wir mit unseren Nachbarn am Beekmoorweg, ob in einem dritten Bauabschnitt ein kleines externes Nahwärmenetz Sinn ergibt, das bis zu acht Wohnhäuser versorgen könnte. Die Wärme dafür würde eine zweite Hackschnitzelheizung in unserem Heizhaus liefern.
Wir berichten auf dieser Seite immer dann, wenn das Projekt einen größeren Schritt vorankommt.