Auf unseren Grünlandflächen hat die Heuernte 2024 begonnen

23.06.2024

Unsere Heuernte hat in diesen Tagen nach der langen Schlechtwetterperiode endlich begonnen und wir haben uns dazu entschieden, in diesem Jahr ganz auf Heulage zu setzen.

Heulage hat gegenüber Heu einige Vorteile, die die Gesundheit der Tiere betreffen:

  • Geringerer Staubgehalt: Heulage ist aufgrund des höheren Feuchtigkeitsgehalts (ca. 20 – 40%) weniger staubig als Heu. Dies ist besonders vorteilhaft für Pferde mit Atemwegsproblemen wie chronischer obstruktiver Bronchitis (COB) oder anderen Atemwegserkrankungen. Der geringere Staubgehalt reduziert das Risiko von Atemwegsirritationen und Allergien.
  • Höherer Nährstoffgehalt: Heulage hat oft einen höheren Nährstoffgehalt als Heu, da es früher geerntet und schneller konserviert wird. Dies bedeutet, dass mehr Nährstoffe, insbesondere Vitamine und Mineralien, erhalten bleiben.
  • Bessere Verdaulichkeit: Heulage ist in der Regel leichter verdaulich als Heu. Die Fermentation, die während der Herstellung stattfindet, macht die Fasern im Futter leichter verfügbar und kann die Verdaulichkeit verbessern.
  • Weniger Risiko von Koliken: Durch den höheren Wassergehalt und die bessere Verdaulichkeit wird das Risiko von Verstopfungskoliken reduziert, da Heulage leichter im Verdauungstrakt passiert.
  • Geringeres Risiko von Schimmel: Durch den Silierprozess und den luftdichten Verschluss bei der Herstellung von Heulage wird das Wachstum von Schimmelpilzen und schädlichen Mikroorganismen minimiert.

Und es gibt noch weitere Argumente, die für Heulage sprechen:

  • Der letzte Winter mit seinem langen schlechten Wetter hat uns allen bewusst gemacht, wie wichtig ausreichende Bewegungsmöglichkeiten für die Stallgemeinschaft sind. Durch die Umstellung auf ganzjährige Heulage haben wir zwei Longierzirkel ganzjährig verfügbar.
  • Ein weiterer Vorteil ist, dass wir die regelmäßigen Futterumstellungen vermeiden, die in unserem bisherigen System trotz sorgfältiger Vorbereitung und Durchführung vereinzelt zu Verdauungsproblemen und Kotwasser führen konnten.

Und wir lassen bei der Produktion der Heulageballen, die für uns wegen der zusätzlichen Kosten für die Wickelfolie übrigens die wirtschaftlich deutlich unattraktivere ist, natürlich höchste Sorgfalt walten:

  • Um die Gefahr vor Hufrehe zu minimieren, setzen wir fruktanarme Gräsermischungen ein und mähen unsere Wiesen zu Zeiten, wenn der Fruktangehalt im Gras am niedrigsten ist – also am frühen Morgen oder nach einer warmen Nacht.
  • Außerdem lassen wir unser Futter in diesem Jahr wieder von einem unabhängigen Labor testen.
  • Und bei der Fütterung werden weiter alle Regeln im Umgang mit Heulageballen umgesetzt.

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